Die kirchliche Trauung – Allgemeines

Bei dem umfangreichen Thema kirchliche Trauung, gibt es sehr viel zu sagen. Bei der Planung meiner eigenen Hochzeit habe ich schnell bemerkt, dass in vielen Hochzeitsratgebern viel zu wenig zum Thema Trauung im Allgemeinen (standesamtlich, frei, kirchlich/religiös) steht. Insbesondere das Thema kirchliche Trauung wird oft umgangen. Das fand ich sehr schade, denn schließlich ist die Trauung ja das Herzstück einer jeden Hochzeit – der Grund warum wir überhaupt Hochzeit feiern! Deswegen habe ich hier auf meinem Blog bereits einige Artikel zum Thema Trauung geschrieben und es werden auch noch mehr folgen. In diesem Beitrag möchte ich euer Allgemeinwissen in Sachen kirchliche (christliche) Trauung auffrischen bzw. stärken, damit ihr mit einem guten Gefühl in die Gespräche mit dem/der Pfarrer/Pfarrerin (im folgenden Geistliche genannt) gehen und eure Trauung mit planen könnt.

terminvereinbarung

Ich rate euch dringend, sehr frühzeitig (möglichst ein Jahr im Voraus) einen Termin für eure kirchliche Hochzeit mit dem zuständigen Pfarramt zu vereinbaren. Das Jahr hat nur ca. 52 Samstage und davon liegen lediglich etwa zwanzig in der sommerlichen Hochzeitszeit. Diese Tage sind schnell und lange im Voraus vergeben, weil sie so rar und begehrt sind. Wenn ihr also auch an einem Sommersamstag heiraten möchtet, dann solltet ihr euch schnell auf einen Tag festlegen und nachfragen, ob der Termin noch frei ist. Wenn ihr bei der Auswahl der Kirchengemeinde und dem Kirchengebäude an sich flexibel seid, könnt ihr, wenn in eurer Gemeinde dieser Tag bereits belegt ist, auf andere Gemeinden und Kirchen ausweichen. Grundsätzlich ist jedoch die Pfarrei des Wohnortes des Brautpaares zuständig.

 

An alle Pärchen, die an einem Freitag heiraten möchten: Auch ihr dürft euch nicht zu viel Zeit lassen, denn der Freitag steht auf Platz zwei der beliebtesten Hochzeitswochentage. Nur wenn ihr euch dazu entscheidet, euch an einem Montag, Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag zu trauen, könnt ihr das Ganze etwas entspannter angehen.

Musik

In den meisten Gemeinden und Kirchen steht ein Organist zur Verfügung, der eure Hochzeitsfeier musikalisch begleiten kann. Es ist ratsam, mit ihm und eurem zuständigen Geistlichen über die von euch ausgesuchten Lieder zu sprechen. Zum einen müsst ihr klären, ob der Organist diese überhaupt spielen kann und zum anderen muss der Seelsorger seine Zustimmung zu der Auswahl geben, denn längst nicht jeder Song passt in eine kirchliche Trauung.

 

Statt des Organisten oder in Ergänzung hierzu könnt ihr eine/n Sänger/in beauftragen, der/die z.B. mit Klavier- oder Gitarrenbegleitung singt. Häufig steht ein Klavier oder E-Piano in der Kirche bereit und darf von euch genutzt werden, sodass ihr euch hierum nicht zu kümmern braucht und auch Geld spart. Fragt also einmal bei eurem Gemeindebüro nach, ob sie euch ein Instrument zur Verfügung stellen.

Lieder-/Kirchenhefte

Die Liedhafte könnt ihr im Internet auf vielen verschiedenen Webseiten designen und euch dann zusenden lassen. Sie selber zu basteln ist aber auch nicht schwierig. Ihr müsst bloß zwei DIN-A4-Seiten (am besten farbiges dickes und hochwertiges Papier) übereinanderlegen und sie halbseitig umknicken, sodass ein kleines Heftchen entsteht. Dieses könnt ihr entweder am Heftrücken tackern, heften und/oder mit einem Band, welches ihr mit einer Schleife bindet, zusammenhalten. Hier siehst du ein Bild von unserem Kirchenheft:

Tipp: Druckt die Texte nicht zu klein aus, damit jeder, auch die älteren Gäste, sie problemlos lesen können.

Blumenschmuck

Der Blumenschmuck in der Kirche macht den Moment der Trauungszeremonie perfekt, denn er sorgt für eine zauberhaft schöne Kulisse, die die Romantik der einzigartigen Augenblicke während der Hochzeitszeremonie unterstreicht. Sprecht daher mit dem/der zuständigen Küster/Küsterin, um herauszufinden, welcher Blumenschmuck in der Kirche überhaupt erlaubt ist. Jede Gemeinde hat diesbezüglich unterschiedliche Vorschriften festgelegt.

 

Die meisten Gemeinden haben nichts dagegen, wenn Blumengestecke an den Bankwangen (seitliche Bankwände) der Kirchenbänken befestigt werden. Diese säumen den Weg der Braut oder des Brautpaares beim Einzug in die Kirche und sorgen für einen märchenhaften und filmreifen Auftritt der Braut/des Brautpaares.

Auf den Bildern siehst du die Blumendekoration unserer kirchlichen Hochzeit. Wir haben die kleinen Blumengestecke mit rosafarbenen Bändern an den Kirchenbänken befestigt. Der Aus- und Einzug in die Kirche sah dadurch viel festlicher und fotogener aus :-). Wir haben die gesamte Dekoration in der Kirche in Rosa und Weiß gehalten, denn das waren Die Farben unserer Dekoration und des restlichen Blumenschmucks sowie des Brautstraußes und des Reversgestecks. Auf diese Weise entsteht ein stimmiges Gesamtbild.


Darüber hinaus dürfen zumeist die Rückenlehnen der Stühle, auf denen das Brautpaar während der Zeremonie Platz nimmt, mit Kränzen oder anderem Blumenschmuck verziert werden.

 

Was leider zunehmend nicht mehr erlaubt ist, ist das Streuen von Blütenblättern in der Kirche. Dies liegt wohl daran, dass heute oft mehrere Hochzeiten an einem Tag gefeiert werden und der Aufräumaufwand zwischen den beiden Hochzeiten sonst zu groß ist. Teilweise hängt es aber auch damit zusammen, dass die bunten Blätter Flecken auf dem Boden hinterlassen können oder eine Gefahrenquelle (Rutschgefahr) darstellen. Auch das Werfen von Reis vor der Kirche wird häufig untersagt. Denn die Körner ziehen zum einen Ratten und Tauben an und zum anderen wird es teils an unangemessen empfunden, wenn mit Lebensmitteln geworfen wird, obwohl auf der Welt so viele Menschen Hunger leiden.

 

Tipp: Statt Reis zu werfen, können die Gäste euch beim Verlassen der Kirche mit einem Regen aus Blütenblättern überraschen. Draußen ist gegen die bunte Pracht schließlich nichts einzuwenden. Ebenso schöne und lustige Bilder entstehen, wenn eure Lieben mit schwebenden Herzluftballons oder bunten Hochzeitswimpeln in den Händen auf euch warten oder aber schillernde Seitenblasen in die Luft pusten. Also sorgt dafür, dass jemand diese Momente aufnimmt, sowie es bei uns war: 


Fotos

Sicherlich wird euch keine Gemeinde verwehren, die wichtigen Momente eurer Hochzeit zu verewigen, indem ihr sie fotografieren lasst. Allerdings ist es trotzdem besser abzuklären, inwieweit Fotos gemacht werden dürfen (mit Blitz oder ohne, wie viele Fotografen, Videografen etc.). Sagt außerdem euren Gästen Bescheid (z.B. im Kirchenheft), falls ihr jemanden engagiert habt, der die Trauung aufnimmt und fotografiert, sodass sich nicht jeder verpflichtet fühlt, sein Handy oder seine Kamera zu zücken. Denn es wäre doch schade, wenn eure Lieben die schönsten Augenblicke nur durch die Linse einer Kamera oder auf dem Bildschirm ihres Smartphones verfolgen und außerdem möchtet ihr bei eurem Hochzeitskuss nicht in einem Blitzlichtgewitter stehen, oder?

Ehevorbereitungskurs

Wenn ihr nicht so richtig wisst, was euch bei einer kirchlichen Hochzeit erwartet und was von euch erwartet wird, dann besucht einfach einen Ehevorbereitungskurs. Dieser wird in vielen Gemeinden angeboten. Dort werden alle Fragen, die ihr habt, beantwortet und zudem kann man sich mit anderen Paaren über ihre Hochzeitsvorbereitungen austauschen. Zumeist reicht aber das Traugespräch mit eurem Geistlichen völlig aus, um euch anständig auf die kirchliche Trauung und die christliche Ehe vorzubereiten sowie um alle Fragen zu klären.

Der Trauspruch

Viele Paare suchen sich für die kirchlich Trauung einen sogenannten Trauspruch aus. Dieser ist so etwas wie das Motto für die Ehe, ein Begleiter für das gemeinsame Leben und ein Leitfaden für die Trauungszeremonie (an ihm orientiert sich die Predigt). Der Trauspruch sollte euch daher aus der Seele sprechen und zu euch passen. Er kann in einem Bibelvers oder in einer literarischen oder philosophischen Weisheit bestehen und sollte nicht mehr als ein bis vier Zeilen umfassen, denn dann ist er am einprägsamsten. 

Auf diesem Bild siehst du die Rückseite unseres Kirchenheftes, die mit unserem Trauspruch (Korinther 13,2) bedruckt war.


Noch mehr zum Thema kirchliche Hochzeit findest du in diesen Artikeln: 

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