Der detaillierte Ablauf einer katholischen Trauung

Die Eröffnung

Die Eröffnung des Gottesdienstes beginnt mit der Begrüßung des Brautpaares durch den Priester/Diakon (meist geschieht dies am Eingang der Kirche). Dann folgt der Einzug in die Kirche. Dieser kann ganz individuell gestaltet werden:

 

1. Gemeinsamer Einzug

Es besteht die Möglichkeit, dass das Brautpaar gemeinsam in die Kirche einzieht.
Vorteil: Ihr beide habt euren "First Look", ohne dass die Blicke eurer Gäste auf euch geheftet sind. Dieser Moment ist ganz intim und zumeist sehr emotional. Vielleicht könnt ihr ihn in trauter Zweisamkeit besser genießen und zelebrieren.

Außerdem lässt sich der "First Look" so auch besser fotografisch festhalten. Hierbei entstehen wunderschöne tränenreiche Bilder.
Ein intimer "First Look ermöglicht euch darüber hinaus, dass ihr euch vor der Hochzeitszeremonie einmal in die Arme schließen könnt, um euch gegenseitig Kraft zu geben und aufkommender Aufregung die Stirn zu bieten. Des Weiteren steht der Bräutigam nicht  "dumm herum", während er auf die Braut wartet: Erfahrungsgemäß herrscht in der Kirche zu Anfang noch keine Ruhe, weil die Gäste sich begrüßen und munter durcheinanderreden. Das kann für den aufgeregten Bräutigam besonders anstrengend sein.
Nachteil: Eure Gäste erleben einen der schönsten Augenblicke der Hochzeit nicht mit. Außerdem hat die Braut nicht den märchenhaften Auftritt, bei dem sie allein im Mittelpunkt steht, wenn sie die Kirche betritt.

 

Hinweis: Beim gemeinsamen Einzug könnt ihr euch auch von euren Eltern und/oder Trauzeugen begleiten lassen. Es besteht sogar die Möglichkeit, gemeinsam mit allen Gästen in die Kirche einzuziehen.

2. Einzug der Braut

Ihr könnt es auch ganz klassisch machen: Der Bräutigam wartet am Altar auf seine Braut, die, wenn der Brautchor erklingt, alleine oder von ihrem Vater geführt den Weg zum Altar antritt. 
Vorteil: In dem Moment, in dem die Gäste und der Bräutigam die Braut das erste Mal erblicken und die Braut ihren zukünftigen Mann am Altar stehen sieht, bleibt kein Auge trocken. Hinzu kommt, dass die Braut einen einzigartig romantischen und filmreifen Auftritt hat.
Nachteil: Ihr genießt keine Intimität beim "First Look" als Braut und Bräutigam (s. Vorteil Variante 1).

 

Tipp: Entscheidet ihr euch für die Einzugsvariante 2, möchte ich euch noch einen Rat geben, der euch dabei Hilft, zu verhindern, dass die besagte Unruhe vor dem Gottesdienst entsteht. Dies gelingt euch dadurch, dass ihr den Orgelspieler oder den Musiker, den ihr selbst engagiert habt, damit beauftragt, bereits vor dem Beginn des Traugottesdienstes ein paar schöne, entspannte Lieder zu spielen. Auf diese Weise lauschen eure Gäste dem Klang der Musik, statt sich lange zu unterhalten. Außerdem wird die Hochzeitsgesellschaft so auf die bedeutungsvolle Situation der Trauung eingestimmt.

 

Tipp: Falls ihr euch nicht entscheiden könnt, welche Einzugsvariante ihr besser findet, redet doch einmal mit eurem Priester/Diakon darüber, was seiner Erfahrung nach die bessere Variante ist.

Der Gottesdienst

Nach dem Einzug in die Kirche folgt die liturgische Eröffnung der gottesdienstlichen Feier durch den Priester/Diakon. 

Daraufhin kann die Begrüßung der Gemeinde durch den Priester oder das Brautpaar folgen.

In einer Messe (nicht im Wortgottesdienst; den Unterschied von Messe und Wortgottesdienst erkläre ich euch in folgendem Artikel) kann nun das Schuldbekenntnis abgelegt werden (optional). Dann wird in der Messe das Kyrie gesprochen oder gesungen. Als nächstes wird ein Tagesgebet gesprochen.

 

Nun folgt der Wortgottesdienst: Dieser beginnt mit einer Lesung, die ihr meist frei auswählen könnt. Im Internet findet ihr viele Lesungen, die zu einem Traugottesdienst passen. Die Lesung besteht aus einem Text aus dem Alten oder dem Neuen Testament. Sie kann euren Trauspruch* aufgreifen oder unterstreichen. Die Lesung kann von einem eurer Trauzeugen, aber auch von einem Verwandten oder Freund vorgelesen werden. Fragt jemanden, der sich zutraut, vor vielen Menschen zu sprechen. 

 

Im Anschluss hieran wird entweder ein Psalm gesprochen oder ein Lied gesungen, welches im besten Fall das Gehörte inhaltlich aufgreift. Danach verkündet der Priester/Diakon das Evangelium. Anschließend richtet er seine Worte an das Brautpaar persönlich (Predigt).

 

Jetzt kommt der Höhepunkt des Traugottesdienstes: Die Eheschließung. Das Paar wird nach der Bereitschaft zur Führung einer christlichen Ehe gefragt. Dann werden die Ringe gesegnet und schließlich gebt ihr die Eheerklärung ab und tauscht die Ringe aus

 

* Der Trauspruch ist so etwas wie ein Motto für die Ehe, ein Begleiter für das gemeinsame Leben und ein Leitfaden für die Trauungszeremonie. Der Trauspruch sollte euch daher aus der Seele sprechen und zu euch passen. Er kann in einem Bibelvers, in einer literarischen oder in einer philosophischen Weisheit bestehen und sollte nicht mehr als ein bis vier Zeilen umfassen, da er dann einprägsamer ist.

 

Hiernach wird die Vermählung bestätigt, indem sich Braut und Bräutigam die beringte Hand reichen und ihren Bund damit bekräftigen. Der Priester/Diakon legt dann seine Stola um eure Hände. Hierauf folgt ein Solo-Lied oder ein instrumentales Musikstück. Dieses könnt ihr euch nach Rücksprache mit dem Seelsorger und dem Kirchenmusiker selbst aussuchen. Das ist der perfekte Moment für einen Song, welcher euch besonders viel bedeutet und daher zu diesem einzigartigen Augenblick passt. 

 

Im Anschluss segnet der Priester/Diakon das Brautpaar mit einem Gebet, in dem er Gott darum bittet, dem Paar Kraft zu geben und es auf seinem gemeinsamen Weg als Ehepaar zu begleiten.

 

Danach werden die Fürbitten gesprochen, die bei einem Wortgottesdienst in das Vaterunser und in ein Gebet einmünden, welche die Feier abschließen.

 

Nur in der Messe folgt nach den Fürbitten noch die Eucharistiefeier, in welcher das Brautpaar die Kommunion empfängt. Die Gabenbereitung kann von euch mitgestaltet werden z.B. durch eine Gabenprozession. Dann wird ein Lied gespielt oder kurz in Stille innegehalten. Daran schließt sich das Gabengebet, das Hochgebet das Friedensgebet und der Friedensgruß sowie das Agnus Dei und die Kommunion an. Wenn ihr möchtet, könnt ihr jetzt einen Text vortragen lassen. Ansonsten folgt nun die Danksagung.

Abschluss

Am Ende unterschreiben eure Trauzeugen und der Priester/Diakon noch die Trauungsdokumente. Danach werdet ihr und die Gäste gesegnet und entlassen, woraufhin das Schlusslied ertönt und der gemeinsame Auszug aus der Kirche erfolgt.

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